Freiwillige Feuerwehr Thiersbach

Geschichte 1873 - 1920

Florian Farbe (Feuerwehrhaus)

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Letzte Änderung
©JMa 01/01/17 18:05

1873

Nach mündlicher Überlieferung das Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Thiersbach. Als Gründungsmitglieder konnten ermittelt werden: Franz Berger (Nömer in Thiersbach, Bürgermeister der Gemeinde St. Salvator), Josef Huber (Ringstradl in Thiersbach), Johann Huber (Rauscher in Thiersbach), Josef Gruber, Josef Hark (Dötter in Thiersbach), Lorenz Eichschmied (Obermaier in Thiersbach), Johann Hafner (Hafner in Thiersbach), Peter Aumüller (Wirt in Rehwinkl), Sebastian Maurer (Wirt in Thiersbach), Josef Wellner (Lodl in Thiersbach), Franz Grausam (Orthuber in Hübing), Michael Nötl.

1874

Aufnahme der Freiwilligen Feuerwehr Thiersbach in den Bayerischen Landesfeuerwehrverband.

1880

Im Amtsblatt des Königlich Bayerischen Bezirksamts Griesbach wird das folgende Wahlresultat der Freiwilligen Feuerwehr Thiersbach veröffentlicht. Demnach wurden gewahlt:
Hauptmann: Sebastian Maurer
Adjutant: Josef Wellner
Rottenführer der Steiger: Franz Grausam
Spritzenrottenführer: Franz Berger
Spritzenmeister: Michael Nötl.

Da die Feuerwehr zu diesem Zeitpunkt erst 7 Jahre alt war, könnte diese Führungsmannschaft - zumindest teilweise - schon seit der Gründung im Amt gewesen sein. Mit Sicherheit aber waren alle Genannten Gründungsmitglieder.

1882

In der Ortsmitte wütet ein verheerender Brand. Die mit Muskelkraft betriebene Druckspritze wurde mit Wasser gespeist das erst mit Stroh- und Ledereimern herangeschafft werden musste. Um ein weiteres Übergreifen des Feuers zu verhindern, standen die Bewohner auf den Dächern der umliegenden Gebäude und schlugen die Funken von den strohgedeckten Häusern. Von diesem Brand waren betroffen die Anwesen Obermaier (damals eine Schmiede), Wirt, Brenner und Strasser. Als Folge des Dorfbrandes wurde noch 1882 die bisherige Druckspritze in eine Saug- und Druckspritze umgebaut.

1900

Wird das erste Feuerwehrhaus auf einem von Josef Geier (Fenzl) gestifteten Grundstück errichtet. Zuvor stand die Spritze in einem Schuppen bei Josef Gstöttl.

1905

Erste Fahnenweihe der Freiwilligen Feuerwehr Thiersbach. Fahnenmutter ist Anna Märzendorfer aus Rehwinkl. Von dort bewegte sich der Festzug zum Gottesdienst in die Kirche von St. Salvator, da Gottesdienste unter freiem Himmel anlässlich von Fahnenweihen nur selten durch das Bischöfliche Ordinariat genehmigt wurden. Die mit Fahnenweihen verbundenen weltlichen Feste waren der Kirche zu dieser Zeit stets ein Dorn im Auge.

1914

Einsatz beim Brand des Anwesens Ludwig Huber in Thiersbach
 

1918

Erster Eintrag im neuangelegten Protokollbuch: ,,Inspektion, abgehalten vom Bezirksfeuerwehrausschußmitglied Heinrich Hinterdobler am 23. Juni 1918 mittags 1 Uhr. Die Übung wurde mit großer Zufriedenheit durchgeführt trotz der schwierigen Verhältnisse wegen Einziehung der Mitglieder zum Heer. Das Caßabuch wurde revidirt und die Verwendung der Zuschüsse für richtig befunden. Die Neuanschaffung einer Stammliste wurde beantragt, da die alte Stammliste bei einem Brande vernichtet wurde. Die Anschaffung von Pfeifen wurde beantragt".

1920

In der Generalversammlung am 3. Januar wird beschlossen, den noch übrigen Gewinn der Christbaumfeier von 1915 dafür zuverwenden, für jeden verstorbenen Kriegsteilnehmer eine heilige Messe zu stiften, solange das Geld reicht.

 

 

 

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